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Tante Alma – Die legendäre Wirtin von Herdecke

Tante Alma — The Shakespeare Pub Herdecke

Die Geschichte einer Frau, die Generationen von Herdeckern prägte und deren Geist heute noch im Shakespeare lebt.

Manche Menschen prägen einen Ort so nachhaltig, dass ihr Name noch Jahrzehnte später in aller Munde ist. Alma Bierwirt ist so ein Mensch. In Herdecke gehen die Leute heute noch ins „Tante Alma“ – obwohl das Gasthaus längst The Shakespeare heißt. Die legendäre Tante Alma lebt in den Erinnerungen als guter Geist des Hauses fort.

Eine junge Frau übernimmt

Der Anfang der Geschichte liegt lange zurück. Alma Bierwirt, geborene Walkenhorst, war eine junge Frau von kaum 30 Jahren, als sie gemeinsam mit ihrem Ehemann die Gaststätte Westfälischer Hof in der Hauptstraße 38 übernahm. In den 1930er Jahren hatte die Vormann Brauerei das Haus erworben.

Der Nachname „Bierwirt“ war für einen Menschen in diesem Beruf natürlich ideal. Ebenso der Vorname „Alma“, der aus dem Lateinischen kommt und „nährend, gütig“ übersetzt werden kann. Als wäre sie für diese Aufgabe geboren.

Mehr als eine Wirtin

Alma Bierwirt war gewissenhaft, herzlich und fürsorglich. Sie war stark daran interessiert, ihren Gästen ein ordentliches Bier auf den Tisch zu stellen, aber auch ein gutes Essen. Die Küche war damals noch verhältnismäßig groß. Eduard Vormann erinnert sich: „Sie war immer eine Wirtin mit Leib und Seele.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Tante Alma zur „Vereinswirtin“ der Fußballabteilung der TSG Herdecke. Sportler und Fans kehrten gerne bei ihr ein. Als es in den 1950er Jahren zur Trennung der Eheleute kam, führte Alma die Gastwirtschaft allein weiter – mit Entschlossenheit und Herz.

Die Tür war immer offen

Besonders für die jungen Gäste war der Westfälische Hof eine zweite Heimat. Paul, ein ehemaliger Stammgast, erinnert sich: „Fast alle gingen zu Tante Alma. Die Tür der Kneipe war immer offen. Man kam sich dann unheimlich groß und erwachsen vor.“

Konsumzwang gab es nicht. Wenn man kein Geld hatte, konnte man einfach „nur so“ dasitzen. Sogar eigene Butterbrote waren erlaubt. Tante Alma machte einem eine Schnitte, wenn sie den Eindruck hatte, dass man noch nichts gegessen hatte: „Haste wieder nix mitgekriegt? Komm, hier haste was zum Essen!“

„Sie verfügte über eine Herzlichkeit, aufgrund derer man erlebte, dass sich die Frau wirklich Sorgen um einen gemacht hat. Sie war ein fürsorglicher Mensch.“

— Paul, Stammgast

Ein bleibendes Vermächtnis

Als Rainer Herzog 1978 das Haus übernahm und die Kultkneipe Tante Alma eröffnete, wählte er den Namen bewusst: als Andenken an eine Frau, die auf ganz eigene Weise als Gastwirtin und Mensch gewirkt hat. Heute lebt dieser Geist der Gastfreundschaft im Shakespeare weiter – unter dem Motto „People need people“.

The Shakespeare Pub

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