News › 10. September 2026
Warum jede Stadt einen Pub braucht

Ein Plädoyer für den Pub als dritten Ort – zwischen Zuhause und Arbeit, offen für alle.
Der amerikanische Soziologe Ray Oldenburg prägte den Begriff des „Dritten Ortes“: ein Raum zwischen dem Ersten Ort (Zuhause) und dem Zweiten Ort (Arbeit), in dem sich Menschen ungezwungen begegnen. Cafés, Buchhandlungen, Parks – all das können Dritte Orte sein. Doch der Pub ist vielleicht der ursprünglichste von allen.
Public House – das öffentliche Wohnzimmer
Der Name sagt alles: Ein Pub – Public House – ist ein öffentliches Haus. Kein exklusiver Club, kein Restaurant mit Dresscode, keine Bar mit Türsteher. Sondern ein Ort, an dem jeder willkommen ist, so wie er ist. Diese Offenheit ist es, die den Pub von anderen gastronomischen Konzepten unterscheidet.
Im Shakespeare in Herdecke wird dieses Prinzip gelebt. Stammgäste und Erstbesucher, junge und alte Menschen, Einheimische und Gäste aus aller Welt – am Tresen sind alle gleich. Es gibt keinen Konsumzwang, keine Erwartungen. Nur die Einladung, einen Moment innezuhalten und mit anderen zu teilen.
Was dem Pub gelingt
In einer Zeit der Vereinzelung und Digitalisierung schafft der Pub etwas, das kein Algorithmus ersetzen kann: echte menschliche Begegnung. Das Gespräch mit dem Unbekannten am Nebentisch. Die gemeinsame Freude an einem Lied. Das Lachen beim Pubquiz. Die Überraschung, wenn ein Craft Beer eine ganz neue Geschmackswelt eröffnet.
David, ein langjähriger Stammgast des Shakespeare, bringt es auf den Punkt: „Es hat immer mit den Menschen zu tun.“ Nicht das Interieur, nicht die Getränkekarte, nicht die Lage – sondern die Menschen, die kommen und bleiben.
Herdecke hat seinen Pub
Nicht jede Stadt hat das Glück, einen echten Pub zu haben. Herdecke schon. The Shakespeare ist seit über einem Jahrzehnt der Ort, an dem sich Herdecke trifft – und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Leidenschaft, Hingabe und dem festen Glauben daran, dass People need People.
